Geistesblitze - Junge Odenwälder Forschen
This is an example of a HTML caption with a link.

Jugend beweist auf vielerlei Sachgebieten großes Talent

Geistesblitze – junge Odenwälder forschen: Erste Preise für Marco Scheidler und Martin Dächert

Von Manfred Giebenhain

Da kam selbst der sonst so redegewandte Horst Schnur als stellvertretender Vorsitzender der Odenwald-Stiftung einmal ins Straucheln und ließ einige junge Leute selbst erklären, was „mikrocontrollerbasierte Midianwendungen“ sind oder wie Auswertungen von akustischen Informationen mit AVR-Mikrocontrollern beziehungsweise eine Untersuchung an dem Astabilen Multivibrator vorgenommen werden. So viel sei hierzu gleich gesagt: Die selbst entwickelten Techniken von Benedikt Klotz und Tobias Schumacher (beide Bad König), Kerstin Saul (Erbach) und Corinna und Jan Zurloh (beide Erbach) wurden wie weitere sieben von 18 Beiträgen beim Schülerwettbewerb „Geistesblitze – junge Odenwälder forschen“ mit einem ersten Preis und jeweils 150 Euro ausgezeichnet.
Bei der Präsentation und Prämierung am 4. Mai 2011 in der Schule am Sportpark in Erbach wirkten neben dem früheren Landrat auch der amtierende – Dietrich Kübler- sowie der Vorsitzende der den Wettbewerb ausrichtenden Stiftung Hermann Braun und Projektleiter Günter Leidermann mit. Gekommen waren neben den insgesamt 30 Teilnehmern viele Eltern und begleitende Lehrer der Nachwuchsforscher und -denker.
Bei vielen anderen Siegern wusste Schnur als Moderator der Preisverleihung nicht nur die Funktionsweise des zweigelenkigen Beamers zu erklären, den Thomas Fehn (Momart) unter der Bezeichnung DLP-Moving Head entwickelte, sondern auch wie Jessica Scheibel (Vielbrunn) mit mikroskopischen Untersuchungen eine Pollenanalytik von Honig vorgenommen hat. Etliche Schüler waren zum wiederholten Male erfolgreich und haben mittlerweile auch überregional beim großen bundesweiten Wettstreit „Jugend forscht“ Preise und Titel gewonnen, wie Dietrich Kübler anmerkte. „Mit Ihren außergewöhnlichen Leistungen machen Sie auch auf den Odenwald aufmerksam“, sagte der Landrat an die Forscher-Talente gewandt.
Angetreten waren die Teilnehmer in drei Altersgruppen, wobei die Jury in der Gruppe der unter Zehnjährigen nur einen Beitrag zu bewerten hatte. Dieser kam von Heiko Steiger (Erbach), der eine umbaubare und mehrfach verwendungsfähige Achterbahn vorstellte. Mit 13 Beiträgen dominierte die Gruppe der 16- bis 20-jährigen. Bereits am Vormittag waren die Schüler mit dem Aufbau ihrer Arbeiten beschäftigt, die von fachkundigen Juroren aus den Bereichen Physik-Chemie-Technik, Mathematik-Informatik, Biologie und Geografie sowie Gesellschaft und Geschichte bewertet wurden. Mit ersten Preisen ausgezeichnet wurden Marco Scheidler (Breuberg) für seine Biografie der Odenwald-Früchte-GmbH und Martin Dächert (Brombachtal-Böllstein), der sich mit den Grundlagen der Motor-Ansteuerung auseinandersetzte. Sieben weitere Leistungen erhielten die Note 2 und neben der Urkunde ein Preisgeld von jeweils 100 Euro. Ebenfalls sieben Präsentationen waren das Ergebnis von Gruppenarbeiten.
Hermann Braun und Günter Leidermann lobten die Kontinuität des seit vielen Jahren ausgeschriebenen Wettbewerbs zur Nachwuchsförderung und „den außerordentlichen Fleiß und das Interesse, Altes zu hinterfragen, um daraus Neues zu entwickeln“. Allein zehn Arbeiten kamen von Schülern des Gymnasiums Michelstadt, drei von der Ernst-Göbel-Schule Höchst, zwei vom Beruflichen Schulzentrum in Michelstadt und je einer von der Schule am Sportpark und der Astrid-Lindgren-Schule aus Erbach. Musikalisch begleitet wurde die Preisverleihung vom Orchester der gastgebenden Schule am Sportpark.

zum Bild:
Anerkennung für gute Forschungsarbeit: Landrat Dietrich Kübler gratuliert Benjamin und Moritz Hastert vom Gymnasium Michelstadt, die beim Wettbewerb „Geistesblitze“, ausgeschrieben von der Odenwald-Stiftung, in der Kategorie Physik-Chemie-Technik mit dem Beitrag „Die etwas andere Solarstromquelle“ erfolgreich waren.

< 2011  |  08/11 - „Spende macht für junge Forscher Ausflug möglich“ >